Giulio’s Spargel Risotto

Um ihn zu finden muss man sich schon ins Unterholz schlagen. Im Frühling öffnet sich im Val d’Orcia in der Toskana südlich von Siena ein kleines Zeitfenster, in dem man ihn finden kann. Der grüne wilde Spargel sprießt sobald sich im Tal die Frühlingssonne durchsetzt. Die Ernte der wilden Kostbarkeit ist eindeutig schwieriger als die anschließende Zubereitung.

Doch fündig wird nur, wer die Pflanze kennt und seinen Blick dafür geschult hat. Das holzige Spargelkraut aus dem Vorjahr zeigt uns, wo die jungen Triebe im Umkreis von ca. 50 cm rund um die Altpflanze sprießen. Soweit die Theorie. In der Praxis macht Giulio mit bestechendem Spürsinn einen Fund nach dem anderen, während wir Laien mehr oder weniger erfolglos durch die Botanik stolpern.
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Miso – die Quelle des Geschmacks

Kein Miso gleicht dem anderen. Wir besuchen den einzigen Miso-Produzenten in Deutschland. Jede Charge die Peter Koch in seiner Produktionsstätte im Schwarzwald herstellt ist anders als der Vorgänger. Denn auch die Rahmenbedingungen wie Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit spielen eine Rolle. Wie bei allen Naturprodukten so deckt Miso ein gewisses Geschmacksspektrum ab. Schwarzwald-Miso bedient gleich mehrere Food-Trends. Es ist vegan, besteht aus Biozutaten, macht Lebensmittel leichter verdaulich und stammt samt seiner Zutaten aus der Region oder zu mindestens aus Europa. Miso ist im Prinzip unbegrenzt haltbar. Es ist ein natürliches Lebensmittel, das sich leicht auch im Küchenalltag einbinden lässt.

Berichte aus der Sterneküche

Unsere Reportagereisen haben uns im Jahr 2017 nach England, Frankreich, Österreich und innerhalb Deutschlands vom Rheingau über Schwaben, nach Bayern und in die Oberpfalz geführt. Ich habe neue Spitzenköche getroffen, den Betrieb einer Gourmetküche kennengelernt, einen Kochkurs beim Sternekoch besucht und spannende Produzenten getroffen, die herausragende Produkte herstellen. Bei all diesen Besuchen in Restaurants und auf Gourmet-Festivals fällt auf, dass die Profiküche großen Wert auf die regionalen Zutaten legen. Frische ist das oberste Gebot und die erreicht man nur über Produkte, die keine langen Wege hinter sich bringen mussten.

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James Brown und die wilden Austern

Es gibt nicht mehr viele Männer an der Küste Cornwalls, die diesen harten Job machen wollen. James Brown – so heißt er wirklich – ist Austernfischer. Die wilden, einheimischen Austern in ihrer natürlichen Umgebung nach alten Fangmethoden zu ernten, das ist sein Job. An den steilen und schroffen Ufern der Flussmündung des Fals erstreckt sich das Fanggebiet von James Brown. Hier trifft das salzige Tidewasser des Atlantiks auf das mineralreiche Süßwasser des Fals. Es verleiht den Austern ihren süßlichen und leicht metallischen Geschmack. Wir trafen uns mit James an seinem Segelboot Ada.