James Brown und die wilden Austern

Es gibt nicht mehr viele Männer an der Küste Cornwalls, die diesen harten Job machen wollen. James Brown – so heißt er wirklich – ist Austernfischer. Die wilden, einheimischen Austern in ihrer natürlichen Umgebung nach alten Fangmethoden zu ernten, das ist sein Job. An den steilen und schroffen Ufern der Flussmündung des Fals erstreckt sich das Fanggebiet von James Brown. Hier trifft das salzige Tidewasser des Atlantiks auf das mineralreiche Süßwasser des Fals. Es verleiht den Austern ihren süßlichen und leicht metallischen Geschmack. Wir trafen uns mit James an seinem Segelboot Ada.

Ein Treffen mit: Vineet Bhatia

Vineet Bhatia, Starkoch und berühmt für seine indische Küche, kocht in London in dem Restaurant, das seinen Namen trägt und überrascht mit einem Chicken Chaat Basket, auch zu übersetzen als Hühnchen-Kebab im Körbchen. Ganz charmant bietet der „Chef“ aus London das feine Fingerfood persönlich an.
Zum sofortigen Verzehr, noch in seiner Anwesenheit! Und es ist eine wahre Geschmacksexplosion, die sich dann im Mund entfaltet. Der knusprige Teig des Körbchens wird von einem fein marinierten Hühnchen mit den Schlüsselgewürzen Indiens – Kreuzkümmel, Kurkuma und Ingwer durchdrungen. Am nächsten Morgen gibt es noch eine Cooking Show vom Mann, der in England u.a. den Titel Top Most Influenced People of London“ – Kein Wunder also, dass die Queen ihm den Hof macht! Ich bin seit dem 24. Februar 2017 auf jeden Fall ein großer Bhatia-Fan, denn eine Kochschulung von ihm über die Indische Küche und die Aromenküche zu besuchen und in im Anschluss dazu noch. zu befragen war eine großartige Gelegenheit. Bhatia zeigt an einfachen Rezepten die Magie der indischen Küche. Rezepte und seine Tipps sind im Reisegepäck gut verstaut und werden bald ausprobiert!

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Bye, Bye Backfisch!

_da_5926Bald kein EU-Mitglied mehr und jetzt schwimmen den Engländern auch noch die Fische davon! Es droht der Abschied vom Nationalgericht Fish & Chips! Wer ist Schuld? Nicht Brüssel, sondern der Klimawandel, also wir alle. Das Wasser der Nordsse wird immer wärmer, Kabeljau und Schellfisch verziehen sich in den Norden. Dafür rücken Sardinen und Oktopus an. Was sollen sie tun, die Briten? Veränderungen stehen ja sowieso an, da kann das Land von Robin Hood und den Rittern der Tafelrunde auch seine Essgewohnheiten ändern. Statt 382 Millionen Portionen Fish & Chips, könnten zukünftig Squid & Chips über die Theken der über 10.000 Fischbratbuden im Königreich gehen.
_da_6129Die Nationale Föderation der Fischfrittierer (eine alt-ehrwürdige Insel-Organisation, die es schon seit über hundert Jahren gibt) kann ja schon mal an der Imagekampagne für frittierte Tintenfischringe arbeiten. God save the signature dish! (Wie auf den Fotos zu sehen, hatte ich einen hilfreichen Reisebegleiter, um etwas Extra-Würze an das Nationalgericht zu bringen: Hennes‘ Finest Kampot Reisepfeffermühle!)

* Die besten Fish & Chips ever habe ich bei Marion Dales Fisheries in Robin Hoods Bay, einem ehemaligen Seeräuber-Nest gegessen.

Safran – vom Gewürzmarkt in Meknes

pss_safran_dosen01Die zarten Safran-Fäden werden aus der Blüte des Crocus Sativus gewonnen. Die kostbaren Stempelfäden haben nicht nur Bedeutung als Gewürz, sie sind auch eine Naturarznei mit breitem Wirkspektrum. Seit Jahrhunderten wird Safran in Marokko angebaut. In der Region um Taliouine jenseits des Hohen Atlas befindet sich der kleine Ort Souktana. Dort wird auf einer Höhe von etwa 1100 Metern das kostbarste aller Gewürze kultiviert. Direkt aus Marokko vom Gewürzmarkt in Meknes bieten wir Safran in Portionen von 0,25 g, 1 g und 3 g an. Wer das edle Gewürz verschenken oder zuhause standesgemäß aufbewahren möchte, für den haben wir von den Handwerkermärkten in der Altstadt von Fés noch die kultige Klapplederbörse mitgebracht. In den 70ern hatte sie jeder, nur heute sind die Farben schöner, aus Naturstoffen gefärbt. Ganz orientalisch wird es mit den versilberten Schmuckdosen. Eine feine Verpackung für das kostbarste Gewürz der Welt.

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Alles in Butter

PSS_Beurre_6902In der kleinen Rue de l’Orme in St. Malo liegt La Maison du Beurre. Jean Yves Bordier begann hier 1984 mit einem kleinen Buttergschäft. Er wollte Butter wieder so herstellen, wie es sein Großvater gemacht hatte, mit viel mehr Zeit, mit Holzwerkzeugen und traditionellen Techniken. Von der Bio-Milch bis zur Gourmet-Butter.

Weitere Reiseberichte:

Runter damit – Eine Hommage an die Auster

Bretonischer Feinbäcker – Monsieur Fournel backt Cannelés