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Jan 25

Total von der Rolle! Kürbis-Maronen-Suppe

GR_Butterroller01Ich bin ein Freund der Resteverwertung und Zweckentfremdung. In diesem Fall geht es um Letzteres. Es gibt Küchenhelfer, die sind total aus der Mode gekommen und fristen ihr Dasein seit vielen Jahren in der Küchenschublade. Hierzu gehört für mich der Dosenmilchpiekser, der Eierschneider und der Butterroller! Das Butterröllchen als Dekor auf Schnittchen und Häppchen ist ein Relikt aus Wirtschaftswunderzeiten und findet sich heute nur noch auf einigen altbackenen Butter-Verpackungen wieder. Meinen Butterroller habe ich bislang genau gar kein Mal genutzt. Es sind immer noch die Klebereste des Preisschilds zu sehen.

GP_ButterrollerKuerbis01Aber dem Butterroller könnte eine zweite Karriere als genialer Kürbisausputzer bevorstehen. Die gezackte Kralle, die ein wenig an eine Piratenersatzhand erinnert, gräbt sich wie nix in das Geschlummsel der Kürbisinnereien und hat alles ruckzuck sauber gekratzt. Gebt dem Butterroller eine Chance! Und wer jetzt noch einen Kürbis im Laden findet und ein Packet gekochte Maronen zuhause hat, der kann sich daraus eine köstliche alpenländische Kürbissuppe kochen.

Kürbis-Maronen-Suppe
Zutaten:
800 g Kürbis (Butternut, Hokkaido oö)
1 Paket gekochte Maronen
1 l Gemüsebrühe
4 – 5 Zweige frischen Thymian
roter Kampot-Pfeffer
Meersalz

Zubereitung:
Das Kürbisfleisch würfeln, die Maronen vierteln und in der Gemüsebrühe kochen. Die frischen Thymianzweige zusammenbinden und mitkochen. Nach 20 Minuten, Thymian herausnehmen, mit dem Pürierstab zerkleinern und mit rotem Pfeffer und Meersalz abschmecken. Statt eines dicken Butterröllchen empfiehlt sich die Verzierungen mit einem Schuss steirischem Kürbiskernöl – sieht toll aus, schmeckt gut und ist zu allem Überfluss auch noch gesund – guten Appetit!